StartseiteBurnoutZeitumstellung – Zurück zur Normalzeit?
Depressionen oder Herbstdepression

Ende Oktober werden die Uhren zurückgestellt. Eine Stunde Schlaf mehr, aber dunklere Abende. Wie beeinflusst uns die Zeitumstellung und wie erleichtern wir unserem Körper die Umstellung?

Es ist wieder soweit. In der Nacht vom 28. auf 29. Oktober, am letzten Wochenende dieses Monats werden wieder die Uhren verstellt. Diesmal werden die Zeiger zurückgestellt, in der Regel von 3.00 Uhr nachts auf 2.00 Uhr. Für gewöhnlich stellen viele ihre Uhren zurück, wenn sie schlafen gehen.

Es bedeutet, dass wir an diesem Wochenende eine Stunde mehr ruhen können. Dies erscheint verlockend. Doch tatsächlich wird uns am Abend eine Stunde Licht genommen.

Eine Stunde Helligkeit geraubt?

Der Herbst bringt es mit sich, dass die Tage kürzer werden. Zum Herbstbeginn sind Tag und Nacht gleich. Dies wird als Tagundnachtgleiche (Äquinoktium) bezeichnet. Doch damit ist noch nicht der kürzeste Tag im Jahr erreicht. Mit der Zeitumstellung wird uns quasi eine Stunde Helligkeit geraubt.

Depressionen oder Herbstdepression

Depressionen oder Herbstdepression

Für den einen kann es bedeutet, dass er nach Arbeitsschluss kein Tageslicht oder nur noch ganz wenig erhält. Das erscheint auf den ersten Blick natürlich. Doch die geraubte Stunde bringt unseren Organismus in Stress, denn Licht ist ein wichtiger Taktgeber für unsere innere Uhr. Fehlt sie abrupt, dann bringt sie einiges durcheinander.

Wir dürfen nicht vergessen, dass sie von Hormonen über die Verdauung bis zum Zellstoffwechsel alles mitbeeinflusst. Zuletzt reagiert unser Schlafhormon Melatonin sehr stark auf das plötzlich fehlende Tageslicht am Abend.

Die Natur macht’s richtig

Normalerweise bemerken wir die kürzer werdenden Tage, doch der Körper kann sich langsam daran gewöhnen und stellt sich um. Durch die abrupte Umstellung können Müdigkeit und depressive Stimmungen gefördert werden. Generell verschwinden die Anpassungsstörungen wieder. Wer dennoch darauf verzichten möchte, kann vorbeugen.

Wie wird die Zeitumstellung verträglicher?

An den Tagen vor der Zeitumstellung sollte das Aufstehen und Schlafengehen entsprechend verschoben werden. Im Herbst bedeutet dies, einige Tage vorher ein Viertelstunde später schlafen zu gehen.

Nach der Zeitumstellung sollte viel Tageslicht aufgenommen werden. Also in der Mittagspause raus und einen Spaziergang machen, den Sport nach Möglichkeit nach aussen verlegen usw.

Am Abend kann das Licht sehr hell geschalten werden. Dadurch verschiebt sich der Schlafrhythmus.

Nach der Zeitumstellung sollte für ca. eine Woche auf den Mittagsschlaf verzichtet werden. Auch das erleichtert die Umstellung auf die Winterzeit.

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